Trier-Gesellschaft Weimar e.V.

Aktuelles

Gesundes neues Jahr
Wir wünschen unseren Mitgliedern ein gesundes neues Jahr!

26. Januar: Jahresauftakt im Rathaus
Dieses Jahr haben wir das neue Jahr mit einem Empfang im Rathaus eingeläutet. Ca. 50 unserer Mitglieder haben im Festsaal eine Vorstellung des Stellwerk - Junges Theater* gesehen. Es wurden ein paar Ausschnitte aus "Der kleine Prinz" dargeboten. Danach wusste unser OB Peter Kleine Wichtiges zu aktuellen Projekten zu berichten. Wir hörten Interessantes zu den zukünftigen Arbeiten am Theater, dem Goethehaus, dem Schloss, dem Volkshaus und den Straßenerneuerungen. Und es gab auch Neuigkeiten zum Haus der Frau von Stein zu berichten.
Wir hatten den Jahresplan mit unseren Vorhaben 2024 und Infobroschüren zu den Partnerschaftsgärten in Trier ausgelegt. Im Anschluss haben wir mit einem Gläschen Wein der Stadt Trier angestoßen und mit Wienern und Knackern aus Arnstadt die Mägen gefüllt. Sehr willkommen wurde Silvios Beigabe selbst hergestellter Leberwurst aufgenommen. Uns hat es so gut gefallen, dass wir uns so eine Veranstaltung auch Anfang nächsten Jahres gut vorstellen können und nehmen es in unsere Bemühungen auf. >>Fotos

1. Mai: Wandertag in Kassel-Wilhelmshöhe
Wir haben unsere "Winterwanderung" dieses Jahr in den Frühling verschoben und bei schönstem Wetter und strahlendem Sonnenschein uns mit dem Bus nach Kassel-Wilhelmshöhe fahren lassen (Natürlich wieder von Rainer der Firma Wollschläger). Nach einem schönen Sektfrühstück am Bus ging es in zwei Gruppen durch den Bergpark Wilhelmshöhe mit all seinem Reichtum an unterschiedlichsten (ca. 800) Baumarten. Nach zwei Stunden fuhren wir mit dem Bus hoch zu den historischen Wasserspielen vom Herkules. Nach einer Stärkung mit einer "Thüringer Forelle" haben wir uns die Wasserspiele auf der Bergabwanderung angeschaut. Um 14Uhr werden zweimal die Woche 64m³ Wasser aus einem angrenzenden See abschnittsweise den Berg heruntergelassen. Das reicht für 10 Minuten an jeder Etappe. Diesen Etappen sind wir so gefolgt, dass wir jedes Mal vor Ankunft des Wassers dort waren. Nach knapp zwei Stunden kam das Wasser ganz unten im Bergpark an. Die gelaufenen 7,5km fühlten sich bei allen wie über 20km an, was aber bestimmt den vielen Treppenstufen und den vielen Besuchern geschuldet war.
Danach ging es wieder heim. Es war ein sehr schöner Tag, an dem uns auch die Sonne sehr verwöhnt hat. Lieben Dank an unsere Organisatoren - die Meißners.
Dabei waren dieses Mal auch einige Nichtmitglieder, denen es hoffentlich so gut gefallen hat, dass wir sie bald als neue Mitglieder in unserem Verein begrüßen können. >>Fotos

20.-23. Juni: Jahresfahrt nach Trier
Auch 2024 haben wir Mitte Juni wieder für vier Tage unser Partnerstadt Trier besucht. In einem mit knapp 50 Mitgliedern voll besetzten Bus der Firma Wollschläger aus Laucha bei Gotha hat uns unser Stammfahrer Reiner gut chauffiert. Der Bus ist sonst mit der Basketballmannschaft Medipolis SC Jena* unterwegs. Deshalb mussten wir uns bemühen, die Ein- und Ausstiege zügig und so gut es eben ging, sportlich zu nehmen. Das war besonders bei unserem letzten Programmpunkt am Sonntag von Nöten, da unser Bushalt an einem gut frequentierten Radweg in der Nähe der Fan-Meile zur Fußball-Europameisterschaft am Main-Ufer lag.
Am Donnerstag, unserem Anreisetag, wurden wir mit Mosel-Wein durch die Bürgermeisterin Elvira Garbes im Kreuzgang des Stadtmuseums Simeonstift neben der Porta Nigra empfangen. Dort hatte sich Max Giesinger zum Konzert angesagt und just in diesem Moment seinen Soundcheck gemacht. Für alle Redner war es sehr schwierig, mit Ihrer Ansprache gegen die Lautstärke anzukommen.
Am Freitag ging es zeitig mit dem Bus zur Hängebrücke an die Irreler Wasserfälle. Im Sinne von: „Wer schwankt, hat mehr vom Weg!“ haben wir die Brücke getestet. Nächster Stopp war das Pumpspeicherwerk in Vianden, Luxemburg. Nach einem Film und Erklärungen zur Entstehung des Werks sahen wir uns den Besucherstollen an, in dem es reichlich Informationen zum Abfangen und Ausgleichen von Energie-Spitzenlasten gab. Auf der Weiterfahrt nach Vianden haben wir am Oberbecken des Pumpspeicherwerks einen Fotostopp eingelegt.
Unweit dessen liegt das Schloss Vianden, eine mittelalterliche Befestigungsanlage. Bei Führungen in zwei Gruppen erfuhren wir viel über die Geschichte des Schlosses und das frühere Leben der Bewohner. Viele heutzutage oft genutzte Sprichwörter und Redewendungen gehen auf diese mittelalterlichen Zeiten zurück. Einige wurden uns hier anschaulich erklärt. Sie sind im nachfolgenden Artikel zu finden.
Danach hat uns Petrus mit kurzen, aber intensiven Regenschauern überrascht, was uns jedoch nicht davon abgehalten konnte, die Stadt Vianden und deren Gastronomie ein wenig zu erkunden.
Zurück in Trier trafen wir am Abend im Estricher Hof bei leckerem Essen und hervorragendem Mosel-Wein unsere Trierer Freunde. Auch unsere beiden Oberbürgermeister Wolfram Leibe (Trier, SPD) und Peter Kleine (Weimar, PL) waren dabei und genossen den wunderschönen Abend in lockerer Runde.
Am Samstagvormittag war Zeit zum privaten Sightseeing und Shoppen. Am Nachmittag ging es zur Römischen Villa Urbana* nach Longuich, die uns zwei Damen des dortigen Heimatvereins nähergebracht haben. Die Villa war vor knapp 2000 Jahren bewohnt und nicht mehr ganz im Originalzustand ;-). Wiederendeckt im Jahre 1984 wurden Teile der Villa auf den gefundenen Fundamenten rekonstruiert.
Ein halbstündiger Spaziergang über den Weinberg führte uns zum Weingut Kronz mit Straußwirtschaft nach Fell. Seit vielen Jahren beziehen wir dort, neben dem Weingut Hoffranzen in Mehring, unseren Mosel-Wein für unsere Veranstaltungen zu Hause in Weimar. Dort erwartete uns eine köstliche Weinprobe inkl. Wissenswertes über dessen Entstehung und Verarbeitung mit dem Seniorchef Gerhard Kronz. Für das leckere Essen, Winzerbraten mit Bratkartoffeln, Kartoffelauflauf und frischem Rohkostsalat sorgte die Chefin, Ina Kronz, höchstselbst. Mmh, lecker!
Am Sonntag war auch schon wieder die Heimreise angesagt. Wie jedes Jahr führte uns der Weg aber nicht direkt nach Weimar, sondern hatte einige Zwischenstopps. Zuerst waren wir im Hauptfirmensitz unserer Vereinschefin Elke. Die Firma ORTHOS* liegt nördlich von Frankfurt. Hier wurden uns die verschiedenen Arbeiten nahegebracht, die ein zahntechnisches Labor zu bewältigen hat. Vom Wareneingang (manuell und digital) über die Vorbereitung (manuell oder 3D-Scan), die Produktion (auch hier manuell oder mit 3D-Druckern) bis hin zur Qualitätskontrolle und dem Versand. Das war höchst interessant! Im Darmstädter Hof haben wir uns mit dem traditionellen Gericht, Frankfurter Grüne Soße (kalt) mit warmen Kartoffeln, hartgekochtem Ei und Ebbelwoi (Apfelwein), gestärkt.
Danach ging es in die Frankfurter Innenstadt zu einer Schifffahrt auf dem Main. Geschuldet dem Umstand, dass gerade die Fußball-EM 2024 lief und das letzte Gruppenspiel Deutschland gegen die Schweiz anstand, war auf der Fan-Meile am Main ein ganz schöner Trubel. Das Schiff war gut gefüllt, teils mit gut gelaunten und sangesfreudigen Fußballfans.
Anschließend ging es zurück nach Weimar, wo wir gegen 20 Uhr eintrafen.
Das war wieder eine tolle Fahrt, die uns lange in Erinnerung bleiben wird!
Ganz lieben Dank an unsere Chef-Reiseleiterin Christine für die Organisation, an Sylvia und Karin für das liebevolle Umsorgen der reisenden Mitglieder und an unsere Vereinschefin Elke!
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Sprichwörter und Redewendungen
Auf der Fahrt nach Vianden und in der Römischen Villa Urbana haben wir die Hintergründe von einigen bekannten Wendungen erfahren:

Im Schlafgemach stand meist ein kleines Himmelbett, das rundherum Vorhänge hatte. Unter das Bett wurden am Abend glühende Scheite geschoben, um das Bett von unten zu wärmen. Damit die Wärme nicht so schnell verloren geht, wurden die Vorhänge zu gezogen. Meistens gingen die Damen eher ins Bett als ihre Ehemänner. Wenn nun der Mann nach einer durchzechten Nacht etwas angeheitert und lärmend das Schlafgemach betrat, hat der Gatte schon vor seinem Ins-Bett-gehen durch den Vorhang seine Gardinenpredigt erhalten.

Münzen, Schmuck, wertvolle Papiere wurden in hölzernen Truhen aufbewahrt. Oft waren sehr komplizierte Schlösser in den Deckel eingearbeitet und zur Täuschung seitliche Schlossattrappen angebracht. Auf dem Truhenboden waren mitunter Hunde mit gefletschtem Gebiss und großen Zähnen gemalt. Wenn der Burgherr nun all seine Schätze veräußert hatte, konnte man das Hundebild gut sehen und er war dann auf den Hund gekommen.

EIn der früheren Zeit gab es verschiedene Langwaffen. Neben Speeren, um den Gegner zu durchbohren, gab es lange Haken, um den Gegner vom Pferd zu holen oder ein Beil, um Hiebe auszuführen. Begonnen, das Kämpfen zu erlernen, hat aber jeder mit einem spitzen Stab, einer Pike. Daher der Ausdruck Von der Pieke auf gelernt.

Eine Gabel war anfangs kein Bestandteil des üblichen Bestecks. Benötigt wurde hauptsächlich ein Messer. Und aufgrund der doch recht schlechten Verfassung der Zähne wurde sehr oft Suppe gekocht und gegessen. Aus „hygienischen“ Gründen hatte jeder seinen persönlichen Löffel immer am Mann. Er wurde zum wichtigsten Esswerkzeug. Wurde man auf dem Schlachtfeld getötet, war das Erste, was einem abgenommen wurde, der Löffel. Man hatte den Löffel abgegeben.

In der römischen Villa haben wir eine Latrine gesehen, die nicht so verschlossen war wie heutzutage. Überlieferungen aus Ephesus/Türkei berichten, dass es Häuser mit langen Sitzbänken aus Marmor gab, in die Löcher eingearbeitet waren, um sich zu erleichtern. Die Bänke waren jedoch kalt und mussten von den Bediensteten vorher angewärmt werden. War man nun selber dran, verweilte man dort einige Zeit und nutzte die Gelegenheit um Geschäfte mit dem Nachbarn abzuschließen. Man war in mehrfacher Hinsicht war ein Geschäft machen.

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